Plaximo

Digitalisierungsförderung in Baden-Württemberg, der Stand 2026

Die Digitalisierungsprämie Plus ist ausgelaufen, seit Juli 2025 gilt die Digitalisierungsfinanzierung der L-Bank. Was das für Software- und Website-Projekte im Mittelstand bedeutet.

2 Min. Lesezeit

Die Lage hat sich geändert

Wer heute nach Fördergeld für Digitalisierung in Baden-Württemberg sucht, findet viele veraltete Seiten. Dort wird noch die Digitalisierungsprämie Plus empfohlen, ein Zuschussprogramm, das kleine und mittlere Unternehmen jahrelang begleitet hat. Diese Zuschussvariante ist zum 30. Juni 2025 ausgelaufen.

Seit dem 1. Juli 2025 läuft die Förderung des Landes über die Digitalisierungsfinanzierung der L-Bank. Das Programm ist als Darlehen aufgebaut, gegliedert in drei Förderstufen. In den Stufen zwei und drei kommt ein Tilgungszuschuss dazu, der weiterhin den Namen Digitalisierungsprämie trägt. Das Programm ist nach aktuellem Stand bis zum 30. Juni 2027 befristet.

Für die Praxis heißt das, aus einem geschenkten Zuschuss ist eine vergünstigte Finanzierung mit Zuschuss-Anteil geworden. Das klingt nüchterner, bleibt aber für viele Vorhaben relevant, gerade wenn ohnehin eine Finanzierung geplant war.

Was sich fördern lässt

Gefördert werden Digitalisierungsvorhaben kleiner und mittlerer Unternehmen. Typische Beispiele aus unserer Arbeit, die in diese Richtung fallen, sind die Ablösung von Papier- und Excel-Prozessen durch passende Software, die Verbindung getrennter Systeme über Schnittstellen oder ein Kundenportal, das Rückfragen und Telefonschleifen ersetzt.

Ob ein konkretes Projekt förderfähig ist, entscheidet allein die Programmbeschreibung der L-Bank. Die Erfahrung aus Fördervorhaben zeigt aber ein Muster. Je klarer ein Projekt Abläufe digitalisiert und je messbarer der Effekt, desto leichter fällt die Begründung. Eine Website, die nur Visitenkarte ist, tut sich schwerer als ein Vorhaben, bei dem Anfragen, Termine oder Aufträge digital durchlaufen.

Die drei Regeln, die fast immer gelten

Erstens, der Antrag kommt vor dem Auftrag. Wer erst beauftragt und dann beantragt, ist raus. Das ist die häufigste und teuerste Verwechslung.

Zweitens, das Vorhaben braucht eine nachvollziehbare Beschreibung. Was wird digitalisiert, was ändert sich im Betrieb, woran lässt sich das Ergebnis erkennen. Genau die Fragen, die ohnehin am Anfang eines guten Projekts stehen.

Drittens, die Hausbank gehört früh ins Gespräch. Die Digitalisierungsfinanzierung läuft über die L-Bank, beantragt wird sie in der Regel über die eigene Bank. Wer den Weg kennt, spart Wochen.

Was das für Unternehmen in der Ortenau bedeutet

Für Betriebe in Offenburg und der Region ändert sich vor allem der Einstieg. Statt auf den nächsten Zuschuss-Aufruf zu warten, lohnt der Blick auf das laufende Programm und auf die Frage, welches Vorhaben den größten Effekt im Betrieb hätte. Die Reihenfolge bleibt dieselbe, erst verstehen, wo Zeit und Geld liegen bleiben, dann eine Richtung festlegen, dann bauen.

Wir begleiten diese Reihenfolge von der Analyse bis zum Betrieb und liefern für den Förderantrag das, was Programme sehen wollen, eine klare Projektbeschreibung mit prüfbaren Zielen. Die verbindliche Auskunft zu Konditionen und Förderfähigkeit gibt die L-Bank, aktuelle Informationen stehen auf den Seiten des Wirtschaftsministeriums Baden-Württemberg und der L-Bank.

Einen Schritt weiter

Aus einem Gedanken wird ein Projekt, sobald das Gespräch beginnt.