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WordPress, Webflow oder Eigenentwicklung im Vergleich

Ein nüchterner Vergleich von WordPress, Webflow und individueller Entwicklung mit Next.js nach Kosten, Flexibilität, Performance und Sicherheit.

4 Min. Lesezeit

Drei Wege, eine Entscheidung

Am Anfang jedes neuen Webprojekts steht eine technische Grundsatzfrage. Welche Basis trägt die Seite über Jahre? Die drei häufigsten Optionen sind WordPress (das CMS hinter rund 43 Prozent aller Webseiten), Webflow (der visuelle No-Code-Builder) und eine individuelle Entwicklung.

Jede Option hat ihre Berechtigung. Entscheidend ist nicht, welche Plattform abstrakt die beste ist, sondern welche zum konkreten Projekt, zum Budget und zur langfristigen Strategie passt. Genau diese Frage gehört an den Anfang, bevor eine Zeile Code entsteht.

WordPress

Was es ist

Ein quelloffenes Content-Management-System, das als Blog-Plattform begann und heute von der digitalen Visitenkarte bis zum Online-Shop nahezu alles abdeckt.

VorteileNachteile
Riesiges Ökosystem mit über 60.000 Plugins für nahezu jede FunktionPerformance leidet oft unter Plugin-Overhead (Ladezeiten von 3 bis 6 Sekunden)
Geringe Einstiegskosten, Hosting ab 5 EUR pro MonatHäufigstes Angriffsziel im Web, bedingt durch die Verbreitung
Breite Verfügbarkeit von Agenturen und FreelancernUpdates für Core, Theme und Plugins können zu Konflikten führen
Redakteurfreundliches Backend für die Content-PflegeThemes schränken die individuelle Gestaltung ein
WooCommerce als bewährte E-Commerce-ErweiterungÜber die Jahre sammeln sich technische Altlasten an

Am besten geeignet für

  • Content-lastige Seiten mit viel redaktioneller Arbeit
  • Projekte mit kleinem Budget
  • Online-Shops auf Basis von WooCommerce
  • Teams, die das Backend selbst pflegen wollen

Webflow

Was es ist

Eine SaaS-Plattform, die visuelles Webdesign mit Hosting und CMS verbindet. Gestaltet wird im Browser, der Code entsteht automatisch.

VorteileNachteile
Visueller Editor, Gestaltung ohne CodeKosten ab 14 USD pro Monat, mit CMS ab 23 USD pro Monat
Sauberer HTML- und CSS-OutputVendor Lock-in, die Seite lebt nur auf Webflow
Hosting inklusive CDN und SSL ab WerkKeine eigene Backend-Logik und keine Datenbanken
Komplexe Animationen ohne eigenes JavaScriptE-Commerce deutlich eingeschränkter als WooCommerce
Strukturierte Content-Sammlungen über das CMSTrotz No-Code ist Designverständnis nötig

Am besten geeignet für

  • Designagenturen, die schnell prototypen wollen
  • Marketing-Seiten mit aufwendigen Animationen
  • Projekte, bei denen Designer ohne Entwickler arbeiten
  • Unternehmen ohne eigene IT-Abteilung

Eigenentwicklung mit Next.js

Was es ist

Eigenentwicklung mit modernen Frameworks wie Next.js, Nuxt oder Astro. Der Code gehört dem Auftraggeber, jede Zeile ist gewollt.

VorteileNachteile
Maximale Performance, Lighthouse-Score von 95 bis 100, Ladezeiten unter 1,5 SekundenHöhere Initialkosten, professionelle Entwicklung hat ihren Preis
Volle Kontrolle ohne Plugin-Overhead und ohne KompromisseContent-Änderungen benötigen technisches Know-how oder ein Headless CMS
Skalierbarkeit von der Landingpage bis zur Enterprise-PlattformSolide Handarbeit braucht mehr Zeit als ein Template
Minimale Angriffsfläche, da kein CMS-Backend angreifbar ist
Statisch generierte Seiten mit sehr guten Core Web Vitals
Kein Vendor Lock-in, der Code bleibt im Eigentum des Auftraggebers

Am besten geeignet für

  • Unternehmen, die maximale Performance und SEO brauchen
  • Projekte mit individuellen Anforderungen
  • Marken, die sich technisch von der Konkurrenz abheben wollen
  • Langfristig denkende Unternehmen

Der direkte Vergleich

KriteriumWordPressWebflowEigenentwicklung
Performance3 bis 6 Sekunden (optimiert 2 bis 3 Sekunden)1,5 bis 3 Sekunden0,5 bis 1,5 Sekunden
Kosten über fünf Jahre2.000 bis 8.000 EUR5.000 bis 15.000 EUR4.000 bis 12.000 EUR
FlexibilitätHoch, mit Einschränkungen durch ThemesMittel, visuell flexibel, logisch limitiertUnbegrenzt
SicherheitHöchstes Risiko, häufigstes AngriffszielHoch, managed PlattformSehr hoch, minimale Angriffsfläche
Content-PflegeIntuitives BackendVisueller EditorAbhängig vom Headless-CMS-Setup

Unsere Empfehlung

Für die meisten Kundenprojekte empfehlen wir eine Eigenentwicklung mit Next.js. Die Gründe sind klar benennbar. Die Performance ist kaum zu schlagen, die Seite bleibt zukunftssicher und skalierbar, es gibt weder Plugin-Chaos noch typische CMS-Sicherheitslücken, und der Code bleibt dauerhaft im Eigentum des Auftraggebers.

Für content-lastige Projekte mit vielen Redakteuren bleibt WordPress eine gute Wahl, besonders in einem Headless-Setup mit WordPress als Backend und Next.js als Frontend. So verbindet sich eine vertraute redaktionelle Oberfläche mit der Geschwindigkeit einer statisch ausgelieferten Seite.

Die Technik muss zur Strategie passen

Ein universell bestes CMS gibt es nicht. Die richtige Wahl hängt von Zielen, Budget und langfristigen Plänen ab. Deshalb beginnt bei uns jedes Projekt mit dem weiter denken, dem Verstehen der Ausgangslage, bevor sich die Frage nach der Technik überhaupt sinnvoll beantworten lässt.

Wer diese Entscheidung nicht allein treffen möchte, findet in einem Gespräch über das Projekt eine ehrliche, technologieunabhängige Einschätzung. Wie wir arbeiten, beschreibt unsere Mission.

Einen Schritt weiter

Aus einem Gedanken wird ein Projekt, sobald das Gespräch beginnt.